Unterrichtsvorschläge zum Thema Frieden

Einführung ins Thema Methoden für die Grundschule und Sekundarstufe I KONKRET-Magazin zum Thema Landminen für die Sekundarstufe II vom Österreichischen Jugendrotkreuz

Lernziele

"Da Kriege in den Köpfen der Menschen entstehen, muss auch der Friede in den Köpfen der Menschen befestigt werden." (UNESCO-Präambel) Frieden - das ist viel mehr als "Nicht Krieg". Eine friedliche Gesellschaft ist eine, die gelernt hat, Konflikte zu erkennen und mit ihnen konstruktiv umzugehen. Die Bildungsaufgabe für Friedenspädagogik heißt an einer "Kultur des Friedens" zu arbeiten und kann auf verschiedenen Ebenen thematisiert werden. Konflikte sind im Zusammenleben zwischen Menschen alltäglich und normal. Allerdings ist eine notwenige Konfliktbearbeitung Voraussetzung für ein prinzipiell friedfertiges Gesellschaftsleben. Das Lernen vom Umgang mit Konflikten ist generell auch als Sach- und Bildungsthema von Bedeutung, weil es zum Beispiel um gesellschaftliche oder internationale Krisen und Konflikte geht. Wenn man sich also mit einem ernsten, sehr vielschichtigen Thema wie Frieden auseinandersetzen möchte, dann müssen viele Facetten beleuchtet werden. Hauptziel ist es, persönliche Konflikte konstruktiv zu lösen und die weltweite Dimension von Frieden mit den Gefahren-Komponenten zu erfassen. Je nach dem, wie intensiv das Thema behandelt wird, können folgende Ziele angestrebt werden:

Die Kinder/ Jugendlichen sollen

  • wissen, dass es Konflikte alltäglich und zu bewältigen sind
  • erfahren, welche Formen der gewaltfreien Konfliktlösung es gibt
  • erkennen, dass eine globale Dimension von Auseinandersetzungen Ursachen und Auswirkungen hat
  • verschiedene Formen der Menschenrechtsverletzungen in Bezug auf Beeinträchtigung der seelischen, körperlichen und sozialen Entwicklung Unfrieden stiften
  • nachvollziehen, dass gleiche Entwicklungschancen, das Bestehen von alten Traditionen und Kulturen, aber auch die gerechte Umverteilung wichtige Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben weltweit sind
  • den Frieden mit der Natur für eine nachhaltige Entwicklung nicht unterschätzen
  • Chancen einer multikulturellen Gesellschaft erkennen, wo ein friedliches Zusammenleben den Reichtum einer Kultur fördert
  • Internationale Konflikte analysieren und Ursachen verstehen
  • die erarbeiteten Informationen in ihrem Umfeld weitergeben, um sich so für die Forderungen eines friedvollen Zusammenlebens einzusetzen
  • Entgegen traditioneller Informationsvermittlung, welche sich am reinen Wissenserwerb orientiert, steht hier entdeckendes und erfahrungsorientiertes Lernen im Vordergrund.