Berufe Global

Laufzeit des Projekts: 25.09.2009 – 25.09.2011

Kooperationspartner:

BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Entwicklungspoltisches Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ)

Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes V.o.G. St. Vith

Warmińsko-Mazurska Izba Rzemiosła i Przedsiębiorczości

Pollack Mihaly Technische Fachmittelschule, Fachschule, Schülerheim

Fördergeber: Europäische Kommission

 

Ziel des EU-Projekts „Berufe Global“ ist es, Fragen einer nachhaltigen Entwicklung im Fachunterricht der Berufsbildung zu fördern und dadurch zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beizutragen sowie die sozialen und interkulturellen Kompetenzen von Auszubildenden zu stärken. Das Projekt basiert auf Materialien, die EPIZ in Berlin entwickelt hat und die nun in vier weitere Länder (Österreich, Belgien, Ungarn, Polen) transferiert und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Kooperationspartner in Österreich ist BAOBAB – Globales Lernen.

Projekthintergrund
Die zunehmende Globalisierung verlangt von den Berufstätigen ein umfassendes Verständnis für komplexe globale Zusammenhange - besonders für ihr eigenes Berufsfeld. Kompetenz zu nachhaltigem Handeln ist integraler Bestandteil beruflicher Handlungskompetenz. Dabei geht es um die Fähigkeit, sich mit den Wirkungen des eigenen beruflichen Handelns auf die Umwelt sowie auf Lebens- und Arbeitsbedingungen anderer auseinander zu setzen und Mitgestaltungsoptionen zu entwickeln.

 

Nachhaltigkeit, weltweite Gerechtigkeit und Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft werden heute jedoch – wenn überhaupt – nur als Thema des Religionsunterrichts oder der politischen Bildung behandelt. Themen wie nachhaltiges einkaufen, Plazierung von nachhaltigen Produkten oder Kund/-innenberatung sind jedoch noch keine Themen des Fachunterrichts. Globales Lernen muss in der beruflichen Bildungspraxis viel stärker integriert und in den Systemen verbindlich verankert werden. Damit sind die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich weit vorangeschritten.


Projektziele
Hier setzt unser Projekt „BerufeGlobal“ an. Wir arbeiten mit einem innovativen methodischen Ansatz - berufsfeldbezogenes Globales Lernen in der Berufsbildung. Dieser Ansatz (einschließlich der Qualitätsstandards) wurde in Berlin bereits erprobt und wird als Good Practice für den Transfer genutzt.


Am Beispiel der Berufsfelder Holz und Gastronomie erfolgt der geografische Transfer in vier EU-Länder, gemeinsam wird dieser Ansatz dann auf weitere Berufsfelder übertragen. Dazu gehören die Entwicklung und Erprobung von Lehr- und Lernmaterialien und die Schulung von Multiplikator/-innen. Parallel dazu erfolgt die Arbeit mit Stakeholdern zur Stärkung der institutionellen Verankerung der beruflichen Bildung. 


Im Ergebnis verfügen die teilnehmenden Organisationen über arbeitsmarktorientiertes Lehr- und Lernmaterial für drei bis vier ausgewählte Berufsfelder. Weiterhin werden erprobte Ansätze für eine stärkere institutionelle Verankerung vorgelegt (Empfehlungen für Curricula, Rahmenlehrpläne sowie Prüfungsfragen für die ausgewählten Berufe). Damit leistet das Projekt „BerufeGlobal“ einen Beitrag für die nachhaltige Integration globaler Aspekte in die berufliche Handlungskompetenz und damit für die Erhöhung der Qualität der Berufsbildung.

 

Im Rahmen des Projekts für Österreich entwickelte didaktische Materialien:

Gastronomie

Backen

 

Zur Website des Projekts: Berufe Global

 

Zur MultiplikatorInnenplattform: www.epizberlin.de/moodle

 

© BGZ, Oktober 2010 (gekürzt) 

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Kommunikation trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.