Kampf ums Wasser

A guerra da agua

Licinio Azevedo, Moçambique 1996/99. Dokufiktion, 31 Minuten, ab 16 Jahren 

Sprache: xitsua/portugiesisch Untertitel: deutsch

Wenn der Regen ausbleibt, beginnt der Kampf ums Wasser. Am Beispiel einer Familie in der Region Chicomo in Moçambique führt der Film drastisch vor Augen, wie sich der Wassermangel auf den Alltag der Menschen auswirkt. Die Frauen, die im wahrsten Sinn des Wortes die tragende Rolle bei der ländlichen Wasserbeschaffung innehaben, stehen jeden Tag stundenlang Schlange für einen Eimer Wasser. Oft sind jedoch die Pumpen defekt, oder die Brunnen sind übernutzt und geben kaum mehr Wasser her. Endlose Schlangen von leeren Eimern sind stumme Zeugen der Wasserknappheit. Die Frauen sind gezwungen, bei den Bohrlöchern zu übernachten, um ihren Platz in der Warteschlange nicht zu verlieren. Fällt die Pumpe ganz aus, müssen sie zum nächsten Brunnen rennen und sich erneut hinten anstellen. Am Schluss des Films hat die Mutter endlich einen Eimer Wasser ergattert und trägt ihn trotz Schlangen und Skorpionen durch die Dunkelheit nachts nach Hause zu ihrer Familie. Vorläufig kann der Durst gestillt werden. In diesem Film spielen Mosambikaner ihr eigenes Leben, um so die Problematik des Wassermangels ohne Vermittlung durch Moderator oder Kommentar direkt den Zuschauenden nahezubringen.

 

Begleitmaterial