Hab und Gut in aller Welt - Flüchtlinge in Uganda

VHS, Dokumentarfilm (28 Minuten), ab 12 Jahren

Was besitzt der Mensch, wie viel und was braucht er zum Leben? Welche Arbeit verrichten die Frauen, welche die Männer? Was lernen die Kinder, wie werden sie groß? Solche Fragen werden ausgewählten Familien in verschiedenen Ländern der Welt im Rahmen dieser Serie "Hab und Gut in aller Welt" gestellt.

Ein Brand zerstörte die Strohhütte, in der die Flüchtlinge Vianey und Radegonde mit ihren drei Kindern seit einem Jahr lebten. Vor kurzem besaßen sie noch zwei Decken, fünf Löffel, sechs Teller und einen Kochtopf. Nun sind nur noch der Kochtopf übrig und die Kleidung, die sie tragen. 1994 mussten sie vor dem Völkermord in Ruanda fliehen. Aus Tansania, wo sie Zuflucht gefunden hatten, vertrieb man sie im Jahr 2002. Seither leben sie wieder auf der Flucht. Zusammen mit fünftausend weiteren Frauen, Männern und Kindern aus Ruanda warten sie im Lager Kibati in Uganda darauf, als Flüchtlinge anerkannt zu werden. Solange ihr Status nicht geklärt ist, unterstützt sie keine der internationalen Hilfsorganisationen. Nicht einmal Wasserrationen stehen ihnen offiziell zu.

Vianey verdingt sich als Tagelöhner bei den einheimischen Bauern. In langen Fußmärschen erreicht er deren Felder, auf denen der ehemalige Beamte schwere körperliche Arbeit verrichtet. Der Lohn für einen Tag: Ein Bündel grüner Bananen im Wert von 50 Cent. "Wir haben es aufgegeben, uns Ziele zu setzen und an die Zukunft zu denken", sagt Vianey.

 

Der Begleitfolder bietet didaktische Anregungen und weiterführende Informationen zum Thema.

 

Buch und Regie: Gerlinde Böhm

Kamera: Ralf Klingelhöfer

Produktion: Gerlinde Böhm Filmprod., BRD 2003

 

VHS vergriffen

Der Film befindet sich auch auf der DVD "Hab und Gut in aller Welt"